henning gralla - surrealpine malerei zeichnungen fotografie
Henning Gralla - Malerei - Zeichnungen - Surrealpin
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aktuelle werke

 

Gerade spüre ich eine neu orientierung in meinen bildern. Die bergwelten ziehen sich zurück. Obwohl berge so mächtig sein können - was sind sie angesichts unserer erdkugel, angesichts des universums.

 

Wenngleich ich für mich ein paar antworten gefunden habe, so überlasse ich dich der rätselhaftigkeit der planetaren weiten, dem rätsel der unendichkeit, dem rätsel der materie, dem rätsel des geistes.

 

 


v3

v3



2020

acryl und blattgold auf leinwand

100 cm x 130 cm

Dieses bild mit rätselhaftem titel „v3“ ist der abschluss einer trilogie, deren motive von vorneherein fest geplant waren. Das erste von drei bildern habe ich im jahr 2017 gemalt und die idee zu dieser 'erzählung in bildern' liegt noch länger zurück. Und doch hätte dieses gemälde in keine situation besser gepasst als in die jetzige. v3 folgt – wie fantasievoll ;) – auf v1 und v2. Sie ist ein abschluss. Ein guter abschluss. Ein ruhiger und friedvoller. Anders als beim triptychon, das die vergangenheit, die gegenwart und die zukunft zum gegenstand hat, bezieht sich meine 'v-trilogie' auf die vergangenheit und die gegenwart. v3 ist jetzt. Mit allen stimmungsfacetten, die meine drei fische in ihrer farbig schillernden pracht transportieren. Mit allen gefühlen, die bei dir als betrachterin und betrachter ankommen.
 

© henning gralla

materie in auflösung - das mittertor

materie in auflösung - das mittertor



2019

acryl und blattgold auf leinwand

130 cm x 100 cm

Den auslöser zu diesem bild haben die optiker-meister und geschäftsinhaber Doris und Andi Wilhelm gedrückt. Wer gute brillen verkauft, braucht auch kurzsichtige (oder weitsichtige) menschen. Ein kurzsichtiger ohne brille sieht die welt unscharf, möglicherweise so, wie Phlip Barlow sie interpretiert. Ich gehe einen etwas anderen weg: es gibt in meinem bild keine scharfen linien, keine klaren umrisse, nur sanfte farbübergänge. Alles scheint 'schwammig' oder wie in auflösung begriffen. Eine besondere ausnahme bilden starke lichtreflexe, wie die in einer fensterscheibe gespiegelten sonnenstrahlen. Hier bildet sich im gehirn des kurzsichtigen betrachters eine corona, ein lichtkranz, der aus sehr feinen hellen und klaren strahlen besteht. Ob materie angesichts dieser vielschichtigkeit eine illusion ist, könnte an anderer stelle erörtert werden.
 

© henning gralla

v2 - kochelseeblick (auf jochberg und herzogstand)

v2 - kochelseeblick (auf jochberg und herzogstand)



2019

acryl und blattgold auf leinwand

100 cm x 130 cm

Der zweite teil einer trilogie ist 'V2'. Wieder ein titel, der bewusst rätselhaft bleiben soll. Im vergleich zu 'V1' verwende ich fast ausschliesslich 'ruhige' farbtöne: ein sehr hellblauer himmel mit weissen wolken, ein ins türkis gehender stiller see und im vordergrund eine herbstliche nasswiese mit überwiegenden brauntönen. Diesmal scheint das bild sehr gegenständlich: eine ruheszene mit bank vor sanft erscheinender bergkette? Was dich möglicherweise irritiert ist einerseits die extreme perspektive, die vom fernen horizont in den grund direkt unter dir übergeht und die sich in der verzerrten darstellung der bank zeigt. Und andererseits sind da doch noch ein paar sehr dunkle, unruhige wolken an den bildrändern. Und wie wirken auf dich die beiden glanzpunkte aus blattgold? Der ring am horizont und der ringausschnitt im vordergrund? Vielleicht bieten sie dir den 'einstieg' in 'V2'.
 

© henning gralla

das universum ist eine katze

das universum ist eine katze



2018

acryl auf leinwand

100 cm x 100 cm

Die katze – ein rätsel? Kein rätsel. Einfach nur sehr präsent, immer im jetzt. Katzen, die wild oder halb wild leben, zeigen wenig anhaftung, wenig bindung an den menschen. So erlebst auch du sie: sie kommen, wenn sie streicheleinheiten brauchen und sie gehen wieder, wenn sie wollen. Und wenn du vorher gehst? Hast du eine katze schon mal weinen, trauern sehen? Die katze zeigt uns den weg, den wir gehen können. Beobachte eine katze, wie sie auf dem feld vor einem mauseloch wartet. Sie ist vollkommen das warten. Sie kann beobachten, nur beobachten und ist ganz und gar im moment. Kannst du dir vorstellen, dass sie dabei an ihren fang von gestern denkt?
 

© henning gralla

la trahison de la raison

la trahison de la raison



2018

(hommage à Magritte) acryl auf leinwand

100 cm x 130 cm

Ich übernehme mit der schrift den duktus des bildes von René Magritte „la trahison des images“ - der verrat der bilder, auf dem eine pfeife abgebildet ist mit der unterschrift „'ceci n'est pas une pipe“ - das ist keine pfeife. Gemalte gegenstände sind natürlich nicht die echten gegenstände. Ich gehe noch weiter: das gesamte universum, so wie wir es wahrnehmen, ist ein produkt unseres geistes, unseres verstandes. Es ist ein irrtum, dass die dinge real sind. Sie scheinen uns zu sein wie sie sind, weil unser geist seit jahrtausenden darauf konditioniert wird. Manchmal läuft das programm etwas schief. Das merkt man sehr einfach, wenn man sich mit einem 'farbenblinden' über rot und grün unterhalten will. Sein geist ist eben etwas anders konditioniert. Und so ist mein bild zu verstehen: „Ceci c'est une pipe … si tu veux“ - das ist ein pfeife, wenn du es willst. Wenn du also in der anordnung der sterne die umrisse einer pfeife erkennen willst, dann ist das für dich die darstellung einer pfeife. Trotzdem hat dein geist dich verraten: es ist nicht nur keine pfeife, es ist noch nicht einmal das bild einer pfeife. Es ist nichts, weil da, wo eine pfeife sein sollte, die leinwand schwarz ist.
 

© henning gralla
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